Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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That umstand e.
Es steht dem Beklagten vor dem Dorfe Voldag-
sen, im Canton Greene, der halbe Zehnte von den
dort gelegenen Ländereyen der Kläger, des Domai-
nenpäcliters Henneberg, und der genannten Glieder
der Gemeinde Voldagsen zu.
Vor Einführung des Code Napole'on war es kei-
nem Zweifel unterworfen, dafs die Kläger, rück-
sichtlich dieses Zehntens , vor andern zu ihrer Feld-
mark nicht gehörigen Pächtern ein Näherrecht hät-
ten, denn eine Braunschweigische Verordnung vom
17. May 1763 verordnet ausdrücklich, dafs die
Zehntpflichtigen, bey der Verpachtung der Zehnten
ein Näherrech,t vor einem Pächter haben sollten,
der an der Feldmark keinen Antheil habe, damit,
wie das Gesetz selbst seinen Grund ausdrückt, das
auf dem Felde gewachsene Stroh von den Zehnt-
pflichtigen zur Cultur des Ackers, darauf es ge-
wachsen, wiederum verwendet werden möge, und
ist dem Zehntherrn da bey zur Pflicht gemacht, die
Zehntpflichtigen, wegen Ausübung dieses Rechts,
binnen vierzehn Tagen vor dem soften Juny, vor
die Obrigkeit des Orts, wo der Zehnte liegt, laden
zu lassen. Vor einigen Wochen nun hatte es dem
Beklagten gefallen, diesen.Zehnten durch den No-
tar des Landcantons Einbek, Herrn Isen hart, in
dessen Behausung zu Einbek, öffentlich und meist-
bietend verpachten zu lassen, und war das höchste
Gebot

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