Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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Nachdem in heutiger Audienz die Sache aufge-
rufen worden war, um plaidirt zu werden, ist für
die Kläger der Tribunalsprocurator Dr.jur. Schwarz
aufgetreten, und hat dahin angetragen;
König!. Tribunal wolle den Klägern das präten-
ditte Näherrecht an den Zehnten des Beklagten,
auf den Grund der Braunschweigischen Verordnung
vorn 17. May' 1765 zu erkennen, mithin den Be-
klagten -dahin' verurtheilen , dafs er schuldig scy,
den Klägern diesen Zehnten für die Summe,, zu
welcher j und für die Zeit, auf welche er-densel-
ben an einen anderen, zu ihrer Feldmark nichtge-
hörigen Extraneum verpachtet, nämlich für Sechs-
hundert Vierzig Franken, und auf drev Jahre, pacht-
weise zu überlassen, und ihnen die Kosten zu er-
statten.
Für den Beklagten ist der Tiibnnalsprccmator
Eikemeyer als Auwald .erschienen, und ist sein
Antrag gewesen:
die gegenseitige Klage nicht allein wegen er-
mangelnder Einwilligung'des Präfecturratm,
sondern auch als an sich ungegründet, mit
Verurtheilung der Kläger in die Kosten, ab-
zu weisen,
weil der angezogenen Braunschweigischen. Verord-
nung keine gesetzliche Kraft mehr beygeiegt wer-
den könne.

T h a t-

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