Full text: Volume (Bd. 3 (1811))

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Defswegen verpflichten ihn die Gesetze zur voll-
ständigen Entschädigung des Pächters, wenn er
ihm den Gemifs des verpachteten Grundstücks coh-
tractmäfsig entzieht^).
Wenn daher im IL Bande s. Hefte S. 175 dieses
Magazins behauptet wird :
der Verniiether konnte an den Käufer den
ganzen Umfang der Rechte abtreten, welche
er sich, oder für ihn das Gesetz an der ver-
mietheien Sache reservirt hatten. Hierunter
gehört dos fragliche liecht (das Ius appel-
landi), und dieses ist also der Käufer, statt
seines siuctors f gegen den Miether unchige-
schränkt (tuszuiibcn befugt;
so scheint mir die letztere Folgerung auf einem
Irrthume zu : beruhen. Offenbar hat der Verpäch-
ter während der Dauer des Contractcs das Recht
nicht, seinen Pächter zu vertreiben, mithin kann
er auch ein solches Riecht auf einen Dritten nicht
übertragen. Fügt man dagegen den am angeführ-
ten One aufgestellten Axiomen noch fas'-vierte
hinzu:
Niemand kann auf einen Andern ein grösse-
res Recht übertragen, als er seihst hat;
so

5) L. zz. D. L. 15. C. Loc.

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