Full text: Volume (Bd. 2 (1810))

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mer verfchiedenen Meinungen überlaßen
•würden;
Dafs jede obrigkeitliche Perfon, von
dem Geilte und von den ausdrücklichen
Worten des Gefetzes durchdrungen, nichts
weiter vor Augen haben mufs, als diele bey-
den, fo feyerlich /durch dalTelbe geheiligten
Wahrheiten: die erlte, dafs ein uneheliches
Kind in Nichts in Rücklicht des Vaters zu-
rücklinkt, den dalTelbe ohne eine uneheliche
Kindfchaft auf eine gesetzliche Weife zu be-
weisen, in Anspruch nimmt; diezweyte: dafs,
wo eine natürliche Kindfchaft nicht statt fin-
det, weder ein natürlicher Vater noch ein
natürliches Kind anzunehmen ifi, und folg-
lich auch kein Rechtsgrund, keine Verbind-
lichkeit, keine Pflichten, weder bürgerliche
noch felbft natürliche vorhanden find, die
unter irgend einem Gefichtspuncte dem ei-
nen gegen den andern die refpective Erb-
folge zuficherte, da das Gesetz mit ihr durch-
aus nichts zu fchaffen hat;
In Erwägung ferner, dafs der 762. Art.
des Napoleonifchen Gefetzb. auf den gegen-
wärtigen Fall nicht angewendet werden kann,
weil in dem Falle, wo irgend eine Anerken-
nung

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