Full text: Volume (Bd. 2 (1810))

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len Urtheile in Ungewifsheit geladen wu:
den, verwiefs man fie auf das römifehe liech
weil man von der im Grunde doch gan
falfchen Vorausfetzung ausgierig, dass dief<
eine möglichft voUftändige Sammlung fo
eher vernunftgemäfsen Regeln enthalte *
Abgefehen nun davon, dafs dieses Hin weife
auf das römifehe Recht der Reflexion d*
Richters unerträgliche FelTeln anlegt, dafs c
diefe fehv oft irre leiten wird, zumal da wi
in Deutschland das römifehe Recht, nief;
weif es cernunftgemafs, sondern weil es pc
iitives Gefetz war, anzuwenden gewöhn
lind **)j fo fällt es in die Augen, dafs c
etwas ganz verschiedenes ifi, einen nicht enl
fchiedenen Fall zuförderft nach der Analogi
befiehender pofitiver Gesetze und in fubfi
di um erst nach dem Vernunftrechte zu be
ui
*) Ich für mein Theil bekenne offenherzig, dal
ich gerade in den von luftinian felbft herrüh
renden , oder von ihm auch nur reforminei
Gefctzen ans feltenftan eine äehtrechtapbiJofo
f/hifche Anficht bemerkt habe*
**) Schon aus diefen ä&ründen follte man fiel
aus allen Kräften dem Eingänge der ft&nzöfi
leben Ideen von einer raifon ecrite in Weft
phalen widerfetzsn*

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