Full text: Volume (Bd. 2 (1810))

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Eben dadurch aber^ dafs unser Publi-
c^tionspatent den altern Gefetzen in den
Materien den Abfchied ertheilt, worüber der
C. N. Verfügungen enthält, giebt es dem
wefiphälifchen Rechtsgelehrten und Richter
den unverkennbarften Wink, wie er fich bey
Anwendung der Geietze in solchen Materien
zu verhalten habe. Er mufs ein drin gen in
den Geist derselben; er muss klar und deut-
lich die Principe auffaflen, welche dieser
oder jener Materie zum Grunde liegen; er
mufs diese wiederum mit Confequenz durch-
führen auf untergeordnete Sätze und Fälle,
und die Je vom Gesetzgeber ausgesprochenen
allgemeinen Grundsätze (nicht feine Vernunft
allein, nicht die Vernunft, welche im Römi-
schen Rechte geschrieben stehn soll) müden ihn
zum Leitfaden (guide). bey der Entscheidung
nicht entschiedener Fälle, dienen; er mufs, mit
einem Worte, analogifch*) vom Allgemeinen
aufs
*) Um nicht misverftanden zu werden bemerke
ich, düfs ich unter dem vieldeutigen und viel-
gedeuteten Worte; ,,Analogie” hier nichts wei-
ter) verftehe, als das Subfummiren eines einzelnen
nicht entschiedenen Rechtsfalls unter die alige-

ra ei-

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