Full text: Volume (Bd. 2 (1810))

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gekränkt, welch» lieh die Partheien unter
Jßch in feiner Gegemvart zufügen, als durch
Lolche, welche iie lieh gegen den Richter
. felbft erlauben können. Unter der Voraus-
setzung alle, dafs eine folche Beleidigung
des richterlichen Anfehens nicht von der Art
iß, dafs lie über die Competenz des Rich-
ters hinaus geht, findet auch fie ihren Rä-
cher in dem in der Pärthei beleidigten Rieh-
^ . r
ter felbß *). Eben fo wenig anftändig es
aber feyn würde, einen Richter als Civil-
Kläger (partie civile) vor einem andern Rich-
ter erscheinen zu lehn, um von diesem Ahn-
dung wegen feines beleidigten Anfehens zu
erbitten; eben fo unanftandig wäre es, wenn
er gezwungen werden könnte, von feinem
Richterfiuhle herabzußeigen, um fich von
einem ahdern, ihm vielleicht untergeordne-
ten

*) Würde z. B. in der Audienz eines Civil - Ge-
richts ein Criminal- Verbrechen begangen, fo
würde auf den 6.und eines hierüber aufge-
nommenen Protocolls, die Verfolgung des
Schuldigen auf . die gewöhnliche Art geschehen.
Art; Zo. Proc. Qrd. Weftph.
Bb 2

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