Full text: Volume (Bd. 2 (1810))

ichloflenen Thüren zu haltenden Gerichtslit-
zung zu erfcheinen; ftatt dafs bey andern
Klagen der Beklagte nur aufgefordert wird,
binnen diefer Frift einen Anwald zu befiellen.
letzt entlieht nun die Frage: wem foll
die Vorladung zugelt eilt werden, wenn der
jetzige Wohnort des beklagten Ehegatten
unbekannt ift? ‘
Man fcheint es hier, nach den Erfah-
rungen zu urtheilen, die ich bis jetzt davon
zu machen Gelegenheit gehabt habe, für
ganz unbedenklich zu halten, dafs die Vor-
ladung in diesem Falle, ohne Unterschied,
ob der Mahn oder die Frau der beklagte
Theil ist, auf die in der weftphälifchen Pro-
zefsordnnng Art. 19. Nr. 9. bestimmte Wei-
fe gefchehen müde, dafs demnach die Vor-
ladungs-Urkunde an der Hauptthür des Tri-
bunals-Gebäudes anzuichlagen, und dafs eine
Abschrift derselben dem königlichen Procu-
rator znzuftellen fey, der die Einficht des
Originals zu bescheinigen, und einen Aus-
zug davon, auf Kolten des Klägers, in we-
nigstens zwey öffentliche Blätter einrücken
zu laffen habe,

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