Full text: Volume (Bd. 2 (1810))

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Sollen die Urtheile daher in Vollzug "ge-
fetzt werden, fo ift die Ausiöfung und In-
finua tion derfelben nothwendig. '
Das Mittel nun, die Auslöfung zu be-
wirken, und ein expedirtes TJitheiLzu erhal-
ten, find die fogenannten Qualitäten,
Die gerichtlichen Acten waren'nach un-
fern ehemaligen Procefs - Ordnungen - und
fo wie auch noch zur Zeit in andern Län-
dern die einzige Quelle aus -welchen der
Richter bey Abladung feiner Erkenn tni/Te
fchöpfle, die Manual-Aden der Partheyen
und ihrer Advocaten etc. halten blofs einen
Privat - Zweck, und nur in gewifien Fällen
waren lie dem gerichtlichen Gebrauch fubfi-
diarifcli unterworfen: da aber nach der fran-
zöfifchen und im Königreich Weftphalen im'
Allgemeinen adoptirten Plrocefsordnung das
Gericht keine folche Actenftücke befitzt, um
daraus eine vollftiindige Geb erficht der gan-
zen Sache nehmen zu können; da man die
Bearbeitung ■ der Materialien , die Verhand-
lung der Sache und überhaupt die Führung
des ProzelFcs den Partheyen felbft, ihren
Sachführern und Anwälden iiberlaffen hat;
und

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