Full text: Volume (Bd. 2 (1810))

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Toll, welche gefetzliche Kraft hat. Im er-
iten Falle' würde der franzöfifche Text in
den Gerichten nicht angeführt werden dür-
fen, im zweiten Falle bliebe es den Anwäl-
den überladen, ob ße die Artikel franzöfifch
oder deutfch aus der officiellen Ueberfetzung
vorlesen wollen.
Der Art. 2. des Königl. Decrets vom 21»
Sept. 1808 fagt nur: diese deutsche Uqbcrfe-
tzung foll die einzige feyn, welche in den
Gerichten des Königreichs angeführt werden
darf und gefetzliche Kraft hat, und aus die-
len Worten folgt nicht, dafs das Original
diefer Ueberfetzung, alfo das franzöfifche Ge-
fetzbuch ausgefchloden fey. Dagegen fpricht
für die entgegen gefetzte Meinung, a, dafs
die Ueberfetzung mit dem Originale nicht
gleichlautend ilt, und z. 15. Itatt Frankreich,
Regierung, Franzofen, jedesmahl Wefiphalen,
König, Wefiphalen lieht; b, dafs eine Aus-
gabe blofs deutfch ohne den französischen
Text gedruckt ilt; c, dafs es wahrscheinlich
ifi, dafs die Regierung dem wefiphälifchen
Unterthanen ein allen verständliches Gesetz-
buch geben wollte.

Wel-

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