Full text: Volume (Bd. 2 (1810))

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ihrer Sitten und durch die.Cultur ihrer Ein-
wohner berühmten Stadt die Unfchuld aner-
kannt werden, und doch nicht einem fchimpf-
lichen Tode entgehen können! Tochter Sta-
nislaus, edele und herrliche ‘ Stadt, bereite
deine Trauerkleider: ein fchmerzhaftes Schau-
fpiel wird in deinen Mauern Schrecken ver-
breiten. . ... Aber nein! nein: es wird
nicht vollbracht werden, dies blutige Opfer.
Ach, wer wird meine Bitten hören? Wer
wird meiner Stimme den Weg bahnen ? An
euch alle wende ich mich, Diener der Ge-
rechtigkeit, Wortführer der Gefetze, tugend-
hafte Obrigkeiten; an euch alle, meine Mit-
bürger, und auch an euch, welche der Irr-
thum Luit feinen * Täufchungen umgeben
hielt, und welche die Wahrheit in diefem
Augenblicke mit ihrem Glanze erleuchtet;
unterstützet mein Beltrehen, vereinigt Eure
Kräfte mit den meinigen; Iahst uns nicht
fäümen, bey diefem Unglücke alles wieder
gut zu machen, was lieh wieder gut machen
läfst.
Und du unglückliches Schlachtopfer der
menfclilichen Leidenfchaften, empfange den
Tribut meiner Ergebenheit und der innigen
Theil-

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