Full text: Volume (Bd. 1 (1810))

wände einer Vorficht, die augenfchcinlich
keinen Zweck hat; wegen einer Chimäre, die
als solche erwiesen ift.
Wo es auf Nichtigkeit und Verbot ait-
kommt, ift alles ftricti juris. Alle Verord-
nungen der Gefetze, welche dahin gehen die
Freiheit der Unterthanen zu stören, miilTen
eher einschränkend, als ausdehnend erklärt
werden. Unter den Gegenständen, welche
die Gesetze immer begünstigt haben , ift es
keiner mehr als die Ehe. Wenn das In-
terelle der Sitten und der Gesellschaft lieh
vereinigt, um .fie zu erleichtern und zu be-
schützen ; werden dann Richter das Gesetz
brechen, um ihr FelTeln anzulegen, um fie
zu verhindern, indem fie fie verzögern?
Diefe Gründe fchienen mehreren Mitglie-
dern des Appellationshofes erheblich, wel-
cher, das Urtheil der eilten Instanz erst nach
einer langen Berathfchlagung und mit einer
geringen Stimmenmehrheit am 30. April 1,306
bestätigte.
Die Entfcheidungsgriinde find folgende :
In Erwägung, dafs nach den Artikeln
201 und 202 des bürgerlichen Gesetzbuches.
die

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer