Full text: Volume (Bd. 1 (1810))

üi4
- dürfen, dafs diefelbe Maasregel für beide
Fälle feftgefetzt fey?
Es find nicht blos religiüfe Gründe, Empfin-
dungen oder Gründe der Schuldigkeit, wel-
che den Gesetzgeber zu dem von ihm aus-
gesprochenen Verbote bewogen haben. Der
Schmerz läft lieh nicht gebieten, und die
Trauer braucht nicht vorgefchrieben zu wer-
den, um das Herz eines Gatten zu erfüllen,
dem das’ Andenken des verstorbenen Gatten
ein Gegenstand der Achtung und der Liebe
ist. Nur uneigentlich würde man daher diese
fcZeit zwischen der ersten und zweiten Ehe
das Trauerjahr nennen.
, Wichtigere Rückfichten, Rückficl>ten des
allgemeinen Wohls find in Betrachtung ge-
zogen. Es war nothwendig den Stand der
Kinder zu bestimmen, welche nach der Tren-
nung der beiden Ehegatten geboren werden
konnten. Weder dem erfien Ehegatten noch
dem zweiten durfte ein Kind zu geschoben
werden, welches .offenbar einem von beyden
nicht angehören konnte. Aergerliche Pro-
cefle, immer von einem traurigen, und oft
Von

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer