Full text: Volume (Bd. 1 (1810))

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d. Endlich ist die richterliche Willkiihr in
dem Grade nicht zu befürchten, wie
Herr Prof. Sehr, glaubt; denn der Rich-
ter steht theils unter der strengen Auf-
sicht der öffentlichen Procuratoren;
theils wird er sich hüten partheylich zu
sprechen, da das Erkenntnifs ÖÜ entlieh
gefällt wird, und die giofse Publicität
der gerichtlichen Handlungen eine sol-
che Pflichtübertretung schwer, ja viel-
leicht unmöglich macht.
II. Bezieht sich Herr Prof. Schräder zur Be-
gründung seiner Meynung auf ein Gut-
achten des Staatsraths vom 2g. Jul. 1305,
worin den Beamten des Civilstandes der
Vorwurf gemacht wird, dafs sie die Fälle,
welche das Gesetz habe bestimmen wollen,
von denen nicht hinlänglich unterschie-
den, welche es dem droit conirmm zur
Bestimmung überlassen habe; und auf Er-
kenntnisse der französischen Obergerichte
bey Lass aulx Journal II. 3. S. 23g. 1307.
10. S. 315. ii. 322. und H. 3. S. 311.
Aber nur eine flüchtige Vergleichung der
darin erwähnten Fälle wird sogleich iiber-
C 2

Leu-

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