Full text: Volume (Bd. 1 (1810))

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Die erben aufgeworfen Frage wird befon-
ders häufig zur Beantwortung Vorkommen.
Sie hat indefs keine Schwierigkeit.
Das Verfprechen, etwas zu verkaufen,
unterfcheidet fich von dem Verkaufe dadurch,
dafs bey diefem der Verkauf, d. h. die Ue-
bereinkunft, eine beltimmte Sache für einen
bestimmten Preis hinzugeben, als in dem
gegenwärtigen Zeitpuncte geschehen, bey je-
nem hingegen als künftig betrachtet wird.
Das . Versprechen-, etwas zu verkaufen,
d. h. feine Einwilligung zu einem Kaufcon-
tracte zu ertheilcn, kann nach allgemeinen
Grundfätzen nur die rechtliche Verbindlich-
keit zur Folge haben, den andern Contra-
henten Ichadlos zu halten.
Denn die Einwilligung zu einem Con-
tracte ift die Beftinrmung des menschlichen
"Willens zu einem gewissen Zwecke. Diese
selbst kann nie erzwungen werden. Eine
rechtliche Verbindlichkeit, deren Erfüllung
nicht erzwungen werden kann, ift aber ein
Unding.
Wenn jedoch das Versprechen, etwas zu
verkaufen, zugleich eine Uebereinkunft über
die Sache und den Preis enthält, fo ift zwar
der Form nach nur ein pactum de venden-
do,

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