Full text: Volume (Bd. 1 (1810))

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"Wie manches Kind weinte feit diefem
Gefetze mutterlos, wenn lieh ihm Hülfe zeig-
te, die es nicht ergreifen durfte! — Wie
mancher Vater verzweifelte! — Die neue
Mutter feiner Kinder war da; liebevoll
wollte lie, eine zweite Mutter, der verfiorbe-
nen zurheb gelaffene Waffen in ihre mütter-
lichen Arme fcliliefsen; das unerbittliche Ge-
fetz verbot es.
Eine weife Regierung tritt jetzt^ hinzu,
vielen Familien Ruhe und neues Glück ver-
ladenen Waffen wieder zu geben. Welcher
Trolt wird diefen das gegenwärtige Gefetz
feyn!
Auch der tiefe Sinn, welchen die Aus-
nahme des Gesetzentwurfes enthält, wird ih-
rer Weisheit, meine Herren, Reichsfiände,
nicht entgangen feyn. Weltplialens Gesetz-
gehör will dadurch jenen moralischen Zweck
erreichen, den Frankreichs Gesetzgeber durch
das unwandelbare Eheverbot unter Schwägern
oder Schwägerinnen bezwecken wollten. Die
genaue Bekanntfchaft fö nahe verwandter
Ferfonen, die Vertraulichkeit, die diefes Ver-
haltnifs herbeyführt, würden die Mutter ver-
bre-

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