Full text: Volume (Bd. 1 (1810))

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abgelaufen find. Wenden wir diefe Sätze
auf den vorliegenden Fall an, Jfo läuft dem
Kläger — der gehorfamen Parthey —. die Be*
weisfrilt überall nicht, d. h. es ficht ihm
frey, folchen anzutreten wann er will. —
Begreiflich darf ihn Feine Verjährung feiner
Anfpriiche felbft hindern, — Die von ihm
vorgenommene Infinuation des Contumaciam
erkenntniflfes an den Beklagten, würde in
Rücklicht der Frifien nur für diefen wirkfani
feyn, d, h. nur in Rückficht feiner, würden
nun die Friften laufen; der Friftenlauf aber,
welcher, durch die Infinuation, für den Be-
klagten feinen Anfang genommen hat, kann
auf den Kläger nicht zurückwirken. Man
könnte hiegegen einwenden, dafs auf diefe
Weife das ganze Verfahren gehemmt würde.
Keinesweges, der Kläger hat die Infinuation
bewirkt, es hängt alfo lediglich von ihm ab,
den ihm obliegenden 'Beweis, nach Ablauf
der dem Beklagten zuftehenden Oppofitions*
und Appellationsfrifien, anzutreten, undthut
er es nicht, fo kann er dazu itzt, vermöge
des ihm zuftehenden Veräufserungsrechts
nicht gezwungen werden. Sein Gegner kann
feinen Ungehorfam nicht anklagen, weil oh-
ne Infinuation kein Anfang der FriJft war,
m

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