Full text: Volume (Bd. 1 (1810))

wifcht, das wijje er nicht. Wie er nach dem
Münkelfchen Kruge gekommen, habe er fei-
nen Rodt aus Plaißr ausgezogen. Die Mün-
kelfche Ehefrau habe das Blut nicht be-
merkt, denn es fey nicht Jo gejährlich gewe-
fen, — He habe ihn auch nicht befragt, ob
er Schlägerey gehabt.

Schon in Seligmanns Angaben, über die-
len, zu feiner Rechtfertigung angeführten
Uinftand, lind die gröfsten Unwahrheiten
und Widerfprüche enthalten.
l. Ilt cs', fehr unwahrfcheinlich, dafs er
noch am Sonntage Abend, zu Georg Rinke
habe gehen wollen, um mit diefem wegen
des Schlaohtens zu fprechen, weil die ’Rin-
kenfclie Ehefrau bezeugt, der Jude fey fclion,
am Sonntage Nachmittag, zwifchen Zwey
und Drey IThr, zu diefem Zwecke in ihrem
Haufe gewesen, und hätte he damals fchon
mit ihm hierüber Abrede genommen.
Es läfst heb alfo wohl nicht denken,
dafs der Angeklagte, nachdem er bereits mit
Rinken Abrede, wegen des Schlachtens ge-
> ' nom-

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