Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

65s

Gegen Ziels Unheil ergriffen nun die Käufer
wegen Verletzung des Art. iaoa, und 2135 des. N.
G. die Cassation, und führten zur Begründung
ihres Gesuchs Melireresan, welches der Beklagte
Papillon durch Folgendes zu entkräften suchte.
Es sey, führte er nämlich an, völlig dem Ge-
setze angemessen, wenn er sein Uebergebot nur
auf denllauptzuschlagspreis gerichtet habe. Denn
der Art. 2135. des N. G. mache selbst zwischen
dem Preise und den übrigen Lasten einen Unter-
schied , indem er Nro. 5. sage, dafs der überbie-
tend« Gläubiger verbunden sey, sich bis zum Be-
trage des Preises und der sonstigen Lasten zu einer
Bürgschaft zu erbieten. Ueberdem verpflichte der
Art. fiißö, des N. G. den, welchem der Zuschlag
geschah, aufser dem.Preise, dem aus dem Besitz ge-
setzten Käufer die Kosten und gesetziniifsigen Ge-
bühren des Contractu zu bezahlen. Nun seyen aber
in dem unterliegenden Falle die in den Vcrltaufs-
bedingungungen ausbedungenen 5 pro Cent nichts
weiter als Kosten und gesetzmäfsige Gebühren des
Zuschlags, d. h. die zur Vetäufserung nothwendig
erforderlichen Kosten, welche defshalb nie als
einen Theil des Kaufpreises betrachtet werden kön-
nen , weil sie den Gläubigern nicht zu Gute kom-
men , sondern nur eine mit der Veräufserung noth-
wendig verknüpfte Last seyen. Diese Kosten müssen
als eine auf dem Grundstück ruhende, von dem
Kauft-

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer