Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

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rin erkannte hierauf am 5ten Mai igio, mit Aus-
nahme des die Vormundschaftsrechnung betreffen-
den Punctes, ebenfalls confirruatorisch.
In Erwägung, dafs wenn zwar die vom Gegen-
vormunde dem Familienratbsbeschlusse entgegen-
gesetzten Nichtigkeiten welche die äufsere Form,
desselben betreffen, als ungegründet erscheinen,
weil 1) die ausdrückliche Erwähnung, dafs die zu-
gegen gewesene Verwandte, wegen Nichterschei-
nens oder Entfernung anderer näherer Verwandte
zugezogen sind, sofern sich keine beliebige oder
betrügliche Uebergehung derselben zeigt, nicht
bey Strafe der Nichtigkeit vorgeschrieben ist; 2)
das Gesetz noch weniger die Angabe der Privatniei-
nung des Friedensrichters in dem Familienrathsbe-
schlusse bey Strafe der Nichtigkeit vorschreibt, und
aufserdem in diesem Falle die Mitglieder der Ver-
sammlung völlig gleich gestimmt haben, so dafs
die Meinung des Friedensrichters leicht zu erken-
nen ist; — der Familienrathsbeschlufs jedoch in
dem Puncte nicht genehmigt werden kann, wel-
cher eine Entscheidung der vom Gegenvormunde
wegen der Vormundschaftsrechnung erhobenen
Streitigkeiten enthält, die nur von dem competen-
ten Tribunale entschieden werden konnten; dafs
demnach der Familienrathsbeschlufs eine offenbare
Ueberschreitung der Befugnifs, und das Erkennt-
nifs, welches ihn in allen Stücken genehmigt hat,

eine

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