Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

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Welcher Eigenthümer der Forderung des Villers und
Poucy geworden war, verlangte defshalb den ge-
richtlichen Verkauf des Hauses, und bestritt, nach-
dem die Rangordnung wegen des Kaufpreises er-
öffnet war, die Inscription des Juin (Vater). Er
behauptete nämlich, dafs die Privilegien in Bezie-
hung auf unbewegliche Sachen nur in sofern Wir-
kung haben, als sie durch Inscription in die;I\e*
gister des Hypotheken« Conservateurs, auf die ge-
setzlich bestimmte Weise zur öffentlichen Kennt-
nifs gekommen seyen, Art. <2106. des C. N., und
dafs es selbst eine besondere Vorschrift in Ansehung
der Inscription des dem Verkäufer zustehenden Pri-
vilegiums gäbe. Nach den Worten des Art. cieß.
gelte zwar die vom Käufer veranstaltete Trans-
scription des Contracts für den Verkäufer als In*
scription; der Hypotheken-Conservateur sey gleich-
wohl, verbunden, die Inscription von Amts wegen
vorzunehmen. Der Verkäufer könne auch die Trans-
scription des Kaufcontracts vornehmen lassen, um
dadurch für das, was er noch auf den Kaufpreis zu
fordern habe, die Rechte der Inscription zu erlan-
gen; demnach sey es nothwendig, dafs zur Siche-
rung des dem Verkäufer zustehenden Privilegiums
der Kaufcontract sogleich transscribirt und in der
Folge inscribirt werde. Das Gesetz habe bey dieser
Verordnung drey Gründe, nämlich: 1) dafs dem
öffentlichen Schatze ein weit stärkeres Recht zur
- - Trans-

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