Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

573

künde unterstützt sind , und der vierte Ab«
schnitt benennt nun ferner die durch eine Ur-
kunde nicht unterstützten, aber nicht tausend
Fr. betragenden Klagen. Offenbar haben in
diesen beiden Sätzen nicht verschiedene Arten
von Klagen einander entgegengesetzt werden
sollen, sondern nur diejenigen Klagen, welche
sich allein darin unterscheiden, dafs die eine
Klasse sich auf eine Urkunde stützt, die an-
dere aber nicht; bey jener kommt die Summe
nicht in Betracht, um die Grenzlinie zu be-
stimmen, sondern nur bey dieser.
2) Dafs beide Sätze nur von blofs persönlichen
Klagen reden, geht auch daraus hervor, dafs
sie im dritten Abschnitt genannt sind, aber
nicht im vierten. Es scheint vielleicht, auf
den ersten Anblick, dafs dieses gerade gegen
meine Meinung beweise, allein es ist'dieses
auch wirklich nur scheinbar. Hätte nämlich
das Gesetz auch dingliche Klagen summarisch
behandelt wissen wollen, so würden solche
gewifs in dem dritten Abschnitte genannt
seyn , da eine, auf eine unbestrittene Urkunde
gestützte dingliche Klage doch gewifs eher
summarisch behandelt zu werden verdient,
als eine nicht durch Urkunden unterstützte
Klage. Dafs aber in dem ersten Falle die
dinglichen Klagen gänzlich ausgeschlossen
sind,

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer