Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

S46

in solchen Fällen eine vollständige Ausfertigung
des Erkenntnisses möglich. — — Hatte sodann
zweytens der Beklagte gar keinen Anwald bestellt;
so bewirkt er solches vorher noch. Der bestellte
Anwald richtet sodann an den Gegner obige Auffor-
derung, und betreibt solchergestalt die Ausfertigung
und Insinuation des Erkenntnisses. —
Ich kehre zum dritten Einwurf zurück. In
Hinsicht der Folgerungen, die aus der bestrittenen
Theorie für das Beweisverfahren nicht anzunehmen
standen, wird
b) gefragt: “ Wenn der Verklagte, welchem der
Kläger das interlocutorische Erkenntnifs hat insl-
nuiren lassen, den ihm nachgelassenen Gegenbe-
weis
nicht seyn,— weder in der Appellationsinstanz, wo
die Sache auf die Zeit der ersten Verhandlungen zu-
rückgefiihrt wird; — noch ist es überhaupt richtig,
wenn man aus einem solchen Umstande Einräu-
mungen , Eingeständnisse, herleiten will. Denn zu
geschweigen, dals ein eigentliches Eingeständnifs
Specialvollmacht erfordert, so enthält das Gesetz
keinesweges die Androhung eines solchen Rechts-
nachtheils für den Fall eines gegen die Qualitäten
nicht eingelegten Einspruchs; — ja, es wäre eine
wahre Inconsequenz der Gesetzgebung, von der kur-
zen Zeit von vier und zwanzig Stunden, oder von
der die Opposition regulirenden Verfügung des Prä-
sidenten, gegen weiche kein Rechtsmittel zustehet,
ein so grofaes Präjudiz abhängig zu machen.

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