Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

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Befolgung des Erkenntnisses, d. h, zu Beibringung
des Beweises , aufgefordert werden könne 2 2).
, Bey dem hier berührten Verfahren in Cpntu«
macialfällen darf jedoch noch ein Gegenstand nicht
übergangen werden. Der Fall kann nämlich-ein*
treten, dafs der erschienenen Parthei an der wei-
tern Fortsetzung der Sache gar nichts, der ausge-
bliebenen aber jetzt alles daran gelegen ist; dafs,
die erstere das auf ihren Vortrag in der Audienz er-
folgte, ihren Erwartungen nicht ganz entspre-
chende, Interlocut u.L. w. gar nicht einmahl aus-
löst; dafs sie sogar der vom Gegner intendirten
Fortsetzung der Sache die Einrede der Litispendenz
. entge-
Die Frage: Ob, da das Interlocut auf Beweis erst
nach Ablauf der Oppositions-und Appellationsfristen
rechtskräftig wird, auch dem Kläger die Opposi-
tionsfrist zu Statten kpmme? kann also in keinem
der beiden Contumacialfälle Vorkommen. Denn eine
Frist läuft dem Kläger noch nicht. Legt der Be-
klagte die Opposition ein, so sistirt sich das ganze
Verfahren von selbst,Weil man nicht weifs, ob das
Interlocut bestehen bleibt. Läfst er aber dem Klä-
gerdas 'Erkenntnis insinuiren, um den Lauf der
Beweisfrist wider ihn herzustellen, so hat diese
Insinuation die Wirkung einer jeden andern , die
ohne Vorbehalt geschähe, und es kann mithin von
einer Oppositionsfrist, wenn sie auch noch nicht
abgelaufen seyn sollte - keine Rede mehr seyn.

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