Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

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Was-den'zweyten Zusatz betrifft, so weifs ich
denselben freylich nicht zu erklären, da den Zeu-
gen
,,Scheidung einen wesentlichen Einflufs hat; —
„in Betracht, dafs die Zulassung des Zeugenver-
„hors in der vorliegenden Sache einen sehr we-
sentlichen Einflufs auf deren Entscheidung hat,
„indem diese dadurch von den Aussagen der yon
„beiden Theilen benannten Zeugen abhängig ge-
„macht wurde;— dafs hiernach dieses letztere
„nicht für ein blofs präparatorisohes, sondern
„vielmehr für ein interlocutorisches Erkenntnifs
„gehalten werden mag, mithin der Beklagte,
„nach Inhalt des zweyten Absatzes des Art. 350.
„der Pr. O., wollte er sich nicht den hieraus für
„ihn resultirenden möglichen Rechtsnachtheil
„gefallen lassen, von diesem Erkenntnifs appelli*
„ren und selbiges nicht, wie geschehen ist, selbst
. „befolgen mufste ; — dafs zwar, nach dem ersten
„Absätze des eben angeführten Art. der Pr. O.-
„die Befolgung der präparatorischen Erkennt-
„nisse, wenn sie auch ohne Vorbehalt geschehen
„ist, nicht rechtsnachtheilig seyn, sondern die
„Appellation von diesen erst mit der Berufung
„von der endl ichen Entscheidung verbunden seyn
„soll, hieraus aber, im Gegensatz mit den inter-
„locutoris chcn Erkenntnissen, ohne Zweifel folgt,
„dafs, wenn von diesen nicht appellirt worden
„ist, nach erfolgter endlichen Entscheidung keine
^Beschwerde hierüber geführt werden könne; —
„dafs also der Beklagte, da er das Erkenntnifs

vom

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