Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

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Gegner hat ein uneingeschränktes Recht auf die
vorgängige Mittheilung und Einsicht aller Beweis-
stücke, und ist, da noch immer Einwendungen
dagegen möglich sind, er auch fiir seine Sache
Gründe daraus herzunehmen befugt ist, wesentlich
dabey interessirt. Ja, es läfst sich sogar behaup-
ten, dafs er es selbst in der Appellationsinstanz zu
fordern befugt ist, wenn gleich die Communica-
tion des nämlichen Beweisstücks schon in erster In-
stanz geschehen war I0). — Er kann gegenteili-
gen Falls seine Einlassung in der Audienz mit
eben so vielem Rechte ablehnen , als diejenige Par-
tei, welcher die Auflage geschähe, deren Befol-
gung bey nicht vorhergegangener Insinuation des
Erkenntnisses unterlassen kann. Jeder Theil, des-
sen Gegner solchen legalen Voraussetzungen kein
Genüge leistete, kann zugleich mit Recht auf Er-
setzung der Kosten des verzögerten Rechtsstreits
antragen; und das Gericht würde eine Nichtigkeit
begehen, wenn es, dessen ungeachtet, in der Haupt-
sache erkennen wollte. ,
So
tigkeit der Vorladungsurkunde. — Wozu wäre das
nötig, wenn die Beibringung blnjs zur Ueberzeu.
gung des Gerichts geschähe? Und wie viel mehr
muls es also bey andern Produktionen gelten?
I0) Man s. über diesen Punct die Vff. des Pratic.fran^.
Part. II. Tom. I. p. 2 3 2.

lV.Bd.IF.SU Kk

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