Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

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nen fernem Termin, indem es riach letzterm Ar-
tikel
dies Contumacialverfahrens, aus dem Umstande,
dass die Pr, 0. in Hinsicht dieses Contumacialer-
kenntnisses keine Ausnahme macht, — ferner aus
den Worten des Art, 105,: II sera etatne par uu
seul jugement, nämlich über die contumacia und
deren Folgen und über die Hauptsache, — und
endlich aus der darauf folgenden Verfügung: dafs
gegen diese zweyte Entscheidung keine Opposition
zulässig seyn soll. Ist daher z. B. die Opposition
des ausgebliebenen Mitbeklagten wegen Versäu-
mung der Fristen oder Mangels anderer formeller
Gründe unzulässig, so wird sie durch das zweyte
jßrkenntuifs verworfen, und es wird mit Präcla- ^
sion der Einreden, des vorhin Aus gebliebenen
(jetzigen Opponenten), in der Hauptsache hinsicht-
: ~ lieh des letztem erkannt, wenn die Sache theilbar
ist. Ist sie dieses nicht, so kommen ihm die Ein-
reden des Erschienenen zu Statten. (Letzteres ver-
ordnet nämlich der 2tej). des Act. 105.; es folgt
aber solches schon aus der Natur der Sache, und
pafst daher auch auf die Französische Procefsord-
nung, worin sich dieser Zusatz nicht befindet.
Denn bey einer untheijharen Sache, z. B. einer
Servitut, kann nicht gegen jeden Beklagten sein
Unheil eingeklagt werden , wohl aber bey einer
theilbaren. Bey .letzterer ist es zu Vermeidung der
Bosten gestattet, mehrere Beklagte zusammen zu
fassen, (Art. 14. der Pr.O.) und es entscheidet nur
ein Erkenntnifs, das aber eigentlich, da die Sache
getheilt werden kann, so viel Beklagte, so viel Er-
kenntnisse enthält.)

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