Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

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zur Last gelegt wissen will, nicht zuwider. Allein
gegen die Form glaube ich erinnern zu müssen,
dafs die Parthei zuvörderst selbst in die Kosten ver-
urtheilt, und ihr nur der Regrefs gegen den öffent-
lichen Beamten Vorbehalten werden bann; weil
einmahl der öffentliche Beamte nicht ungehör t ver-
urtheilt werden darf, welches bey dem Huissier der
Fall seyn würde, und dann, weil es sich leichtzu-
tragen kann, dafs der Beamte nicht zahlungsfähig
ist; wo sodann die obsiegende Parthei den Schaden
tragen müfste, statt, dafs diese Gefahr hlofs die
Parthei, in Ansehung deren der Beamte gefehlt hat,
treffen soll. Auch hier findet die Kegel: Handmufs
Hand wahrent ihre Anwendung, folglich mufs nur
die unterliegende Parthei verurtheilt werden, der
andern, jedoch mit Vorbehalt des Regresses gegen
den Beamten, die Kosten zu ersetzen, oder Ent-
schädigung zu leisten.
Blofs gelegentlich ist mir bekannt geworden,
dafs die verschiedenen Tribunale, im Falle der
obigen Frage, verschieden über die Kosten der Op*
poßitionseinlegung und Rechtfertigung erkannt
haben. Indefs würde ich doch diese Frage nicht
so umständlich erörtert haben, wenn ich nicht zu-
gleich von dem Wahne mancher Anwälde Kennt-
nifs erhalten hätte, dafs eine Nichtigkeit in der
Klage, und besonders in der Vorladungsurkunde,
sie von der Verbindlichkeit, im ersten Termine zu
C £ ersehe!-

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