Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

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men werden müssen/’ Das Gesetz verordnet diese
Veränderung nicht, da sie mit dern Interesse des
Minderjährigen oder Interdicirten im Widerspruch
stehen würde.
“Der Art. 4063 welcher verordnet, dafs der Fa-
milienrath vor dem Friedensrichter des Minderjäh-
rigen oder Interdicirten zusammen berufen werden
soll, redet offenbar nur von deren Wohnsitz vor
der Ernennung irgend eines Vormundes. Aufser-
dem macht diese Verordnung feeinen Unterschied
zwischen einer ersten und zweyten Ernennung
eines Vormundes, welche vielleicht Statt haben
könnte. Ich glaube daher,dafs die zweyte Ernen-
nung vor demselben Friedensrichter geschehen
mufs, vor welchem die erste geschah, und dafs
überhaupt alle Versammlungen des Familieriraths,
ohne Rücksicht auf den Wohnsitz des Vormundes
zu nehmen, vor jenem gehalten werden müssen.
— Es ist gewiss nicht die Absicht des Gesetzge-
bers gewesen, den Ort dieser Versammlungen so
veränderlich zu machen, als es der Wohnsitz des
Vormundes seyn bann/5 Oft ist der Farnilienrath
aus Freunden oder Nachbaren zusammengesetzt,
die durchaus nicht gezwungen .werden könnten ihr
Haus zu verlassen, um den Versammlungen beyzu-
wohnen, welche der Vormund an dem Orte seines
eigenen Wohnsitzes zusammenberufen würde. —*•
Aus dem Grundsätze, dafs die erste Zusammenbe«
rufung

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