Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

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gung des nisten Artikels des Nspoleonschen Ge-
setzbuchs, welche so lautet:
“ die auflösende Bedingung wird bey allen
„zweyseitigen Verträgen für den Fall, wo
„einer von beiden Theilen seinem Verspre-
chen kein Genüge leistete, stillschweigend
„vorausgesetzt.
‘‘Der Vertrag ist jedoch in diesem Falle nicht
„kraft des Gesetzes aufgelöst. Der Theil,
„welchem das ihm geschehene Versprechen
„nicht erfüllt wurde, hat die Wahl entwe-
der den erstem zur Vollziehung des Vertrags,
„wenn diese noch möglich ist, zu zwingen,
„oder dessen Aufhebung nebst vollständiger
„Schadloshaltung zu verlangen.
“Die Aufhebung mufs vor Gericht nachge-
„sucht, und es kann dem Beklagten , den
„Umständen nach, ein Aufschub verstauet
„werden.”
Folgende Sätze ergeben sich aus dieser Verfügung:
l) Die auflösende Bedingung wird stillschweigend
vorausgesetzt. Es bedarf daher einer ausdrückli-
chen Hinzufügung dieser Clausel —- des commis*
sorischen Vertrags — nicht mehr. Ob und in
wiefern die ausdrückliche Hinzufügung der auf-
lösenden Bedingung von besonderen Wirkungen
sey, werde ich unten näher zu bestimmen
suchen.

2)

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