Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

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erhält, allerdings einen Unterschied begrün-
den kann* Es ist diefs eine nothwendige Folge
der einmahl angeordneten Trennung der bei-
den Linien, und man konnte dieser Wirkung
der Vollbiirtigkeit nicht ausweichen, wenn
man nicht mit dem obigen Grundsatz in of-
fenbaren Widerspruch hätte gerathen wollen.
Als blofse Folgesätze würden diese beiden
Puncte dem bey der Abfassung des Gesetzbuches
angenommenen Principe gemäfs, keiner besondern
Bestimmung bedürft haben; nichts destoweniger
findet man sie beide im §. 2. des Artikels 735. be-
sonders ausgedrückt, der darum aber für nichts
weniger, als eine blofse Folge der §. i u. 3. dessel-
ben Artikels angesehen werden darf. Dieser Um-
stand, dafs der sub nr. 2. aufgestellte Satz in der
Anordnung der Linealerbfolge überhaupt seinen
Grund hat, ist auch wohl die einzige Ursache, warum
der §i 2. des Artikels 733. nicht in der beschränk-
teren Beziehung auf die Geschwister und deren
Descendenten angenommen werden kann, sondern
auch von den übrigen Collateralen verstanden wer-
den mufs* Abgesehen von diesem allgemeinen in
der Natur der Sache liegenden Grunde würde es
schwer halten, dem §. 2. des Art. 733. eine solche
Ausdehnung zu geben. Denn dem nach dem ge-
wöhnlichen Sprachgebrauche, mit den Ausdrücken
consanguius, uterins verbundenen Begriffe zufolge,
. würde

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