Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

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stehe? völlig abhängig und unzertrenn-
lich ist;
dafs dieses Erbrecht von den Beklagten be-
stritten, mithin auch der darauf gebauete Be-
sitz abgeläugnet wird ;
dafs demnach, um, bey dem Mangel eines
factischen Besitzes, die Ansprüche des Klägers
als begründet ansehen zu können, der Grund
oder die Zuständigkeit des behaupteten Erb-
rechtes selbst dargethan werden müsste, und
dafs auch der Friedensrichter nur aus dem
Grunde, weil er, des gegenseitigen Wider-
spruchs ungeachtet, dem Kläger ein Miterb-
recht an der streitigen Verlassenschaft zum
£/ften Theile derselben zuspricht, die Klage
für begründet und erwiesen angenommen hat;
dafs durch diese Entscheidung offenbar der
Vorschrift des ZAZsten Art. der bürgert. Pro-
cefsordnung zuwider gehandelt, und dieGoin-
petenz des Friedensrichters überschritten ist,
indem er über eine Klage erkannte, die ei-
gentlich auf eine Erbtheilung abzweckte, und
daher bey der Gröfse ihres Betrages nach Art.
g22. des Nappleonschen Gesetzbuchs und Art.
l. der bürgerl. Procefsordnung, vor das Tri-
bunal erster Instanz des Ortes gehörte, an
welchem die Erbschaft angefallen ist.

Hebt

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