Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

schuldig verurtheilt sind*zu schliefsen, die er-
hobene Klage nicht sowohl auf eine Besitz-
Störung gegründet, als vielmehr auf Einräu-
mung eines bis dahin noch nicht statt gefun-
denen faqtischen Besitzes, oder Einweisung
in denselben gerichtet ist; dafs sie mithin
zu denjenigen Klagen überhaupt nicht gehö-
ret, über welche die Friedensrichter dem an-
geführten Art. 392. zufolge erkennen sollen;.
dafs aber auch, wenn man die angestellte
Klage, als eigentliche Besitzstörungsklage be-
trachtet, der derselben zum Grunde gelegte
Besitz einzig und allein auf das Intestaterb-
recht gegründet wird , welches der Kläger an
dem Nachlasse der verstorbenen Juliane E.
verehelichten G. in Varlosen sich anmafst, und
auf den Besitz des erbsehaftlichen Vermögens,
in welchen die rechtmassigen Erben , nach
Art. 724. des Napoleonschen Gesetzbuchs kraft
des Gesetzes eintreten; dafs der Kläger diesen
Besitz seinem eigenen Anführen zufolge,
fäctisch noch nicht gehabt hat, indem die
Beklagten allein die Verlassenschaft in wirk-
lichen Besitz genommen, und dafs daher die
Frage: Ob er als gesetzlicher Mitbesitzer des
erwähnten erbsehaftlichen Vermögens betrach-
tet werden könne, von der Frage: Ob ihm
das behauptete Intes tatei brecht wirklich zu-
stehe?

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