Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

LLg

Erster Rechtsfall.
**Findet wegen verweigerter G rund ab gab en ein
possessorisches Rechtsmittel von . Seiten des Be- ^
. rechtigten gegen den Verpflichteten statt ? ’’
Die Herren von B. behaupten, dafs ihnen ver-
schiedene Einwohner der Gemeinde H. eine jähr-
liche Grnndabgabe an Rochen und Hafer zu ent-
richten schuldig seyen.
Als ihnen dieser Fruchtzins im Jahre igog ver-
weigert wird, belangen sie die Schuldner auf die
Entrichtung des Rückstandes vom Jahre 1307 und
1808 zu überhaupt n Mltr 5 Scheffel Metze
Korn und n Mltr 5 Scheffel 3 Metzen Hafer bey
dem Friedensgerichte des Cantons F. Sie gründen
ihre Klage auf den bisherigen Besitz, in welchem
sie sich rücksichtlich der gegenseitigen Zinspflich-
tigkeit befunden, und in welchem sie durch die
jetzige Weigerung der Beklagten gestört würden.
Ihr Antrag geht dahin:
sie in dem Besitze der bisherigen Zinserhebung
so lange zu schützen, als nicht die Beklagten
im Rechtsstande ein Anderes ausgemacht hät-
ten, mithin den Beklagten aufzugeben, dafs
sie binnen kurzer Frist den Geldbetrag obiger
Rückstände mit 107 Rthlr. 1 Gr. 1 Pf. für den
Rocken, und 45 Rthlr. 30 Gr. für den Hafer,
nebst allen Schaden und Unkosten an ihre Er-
heber

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