Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

aog

Ja Buri spricht sogar dem Emphyteutae alle
Eigenthurasrechte ab ").
§- 3-
Betrachtet man die Lache von der philosophi-
schen Leite: so ist es nicht abziiL'ehen, wie eine
ursprüngliche wirkliche Pacht dadurch, dafs sie
erblich gemacht worden, ihre Natur so sehr verlie-
ren sollte, dafs sie gleichsam im Widerspruche
mit sich selbst, nun auf einmahl einen Theil des
Eigenthums übertragen sollte, welches sie vorhin
nicht tliat. Vorzüglich da, wenn man die Sache
beim Lichte ansieht, auch die Erbpacht im Grunde
nichts anders ist, als eine wirkliche Zeitpacht.
Dieser Satz scheint paradox, ist aber darum
nicht minder wahr. Die Erbpacht ist so gut, wie
die (gewöhnlich so genannte) Zeitpacht auf eine ge-
wisse bestimmte Zeit geschlossen, nur mit dem ein-
zigen Unterschiede , dafs die Contrahenten den Ab-
lauf dieser Zeit nicht mit Gewifsheit vorher bestim-
men können , weil er von dem Umstande abhängt:
Wann die Descendenz des ersten Pächters
aussterben werde ?
Der Unterschied zwischen beiden besteht also
blofs darin, dafs bey der gewöhnlichen Zeitpacht
die Dauer des Contracts auf eine gewisse Anzahl
Jahre
") ßnri s.a. O. 8.167.
ir.Bd. II. St. 0

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