Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

Falle einer Solchen Ablösung nichts weiter als eine
verhältnifsmäfsige und io» äufsersten Falle die Re-
mission des ganzen Pachtgeldes gefordert wer-
den könne.
Dieser Fall ist also durch das Gesetz selbst ent-
schieden; und wird es nur auf die Untersuchung
der einzigen Frage ankommen : ob es einen Unter-
schied machen könne, dafs der Zehnte nicht in
Zeit- sondern in Erbpacht gegeben ; mithin auf die
Descendenz des Pächters ausgedehnt ist?
§- 7.
Mir scheint es nicht, dafs dieses einen Unter-
schied machen könne; mir scheint nicht dafs der
Erbpächter ein gröfseres oder eigentlich intensive-
res Recht auf das Pachtgut habe, als der Zeitpäch-
ter; indem die Bestimmung der gröfsern oder ge-
ringem Dauer des Pachtcontracts die Natur des
Vertrages selbst nicht ändern kann.
Man hat zwar die deutschen Erbpächter ver-
schiedentlich mit den römischen Emphyteusen ver-
glichen; allein sehr mit Unrecht. Denn die Erb-
pachten sind in Deutschland weit früher im Ge-
brauch gewesen, als die römischen Emphyteuses
daselbst bekannt geworden 3).
Ein
v. Buri Erläuterung des Lehnrechts, herausgegeben
von Runde §te Forts. (Giefsen 1783,) ztei Cap.
S. »57*

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