Full text: Volume (Bd. 4 (1812))

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fi) Es gründe sich diese Einrede auf Thatsachen,
die der Richter nicht suppliren dürfe. —- Nach
dem ad 4. Gesagten kann überhaupt nicht von
Einreden die Rede seyn, so lange nicht von
einer Vorladung und vom Abläufe der Frist
constirt. Der Kläger ist der, der von dem
Beklagten die Erfüllung einer Verbindlichkeit
>— die Einlassung auf die angestelke Klage —
fordert , er nrufs also auch beweisen , dass die
Bedingung, unter welcher dem Beklagten diese
Verbindlichkeit obliegt, nämlich Vorladung
und Ablauf der Frist,' vorhanden sey. (Art.
1315. C. N.) Er, der Kläger, ist also der,
welcher die seinen Antrag begründenden That-
sachen darthun muss, und es heilst kein es weges
Thatsachen suppliren, w enn man die vom Klä-
ger angeführten nicht eher für wahr annimmt,
als bis er sie bewiesen hat.
6) Der Ausbleibende verliere alle Einreden für
die Instanz. — So lange nicht von einer Vor-
ladung und von dem Ablaufe der Vorladungs-
frist constirt, ist noch gar keine Instanz,vor-
handen, und es kann also auch noch nicht von
dem Verluste von Einreden die Rede seyn.
7) Nichtigkeiten des Verfahrens seyen nicht zu
beachten, wenn der Gegner sie nicht rüge. —
Hier ist aber nicht die Rede davon, ob die Vor-
ladung legal, oder fehlerhaft und nichtig, son-
dern

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