Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

Plate, Meierrecht in Lüneburg. 5
vom Meiercontracte — von der Ausübung deS nutzbaren Ei-
genthumS — vom Erbenzinslohne — von der Erblichkeit der
Meiergüter — vom Altcntheile — von Jntcrimswirthen. —
von der Unveränderlichkeit, der Zinsen und Dienste — von den
oneribus publicis — von dem Dienstzwange und von der Ab-
meierung. , ,
Es würde dem Plane dieser Zeitschrift nicht, gemäß sehn,
wenn wir bei einer schon 1799 zum erstenmale erschienenen
Schrift auch jetzt noch auf eine Menge von einzelnen Puncteir
eingchen wollten; doch wollen wir Einiges hcrvorheben. Zu-
nächst die Behauptung des Verf., baß das. dem Meier im Für-
stenthum Lüneburg zustehende Recht ein wahres stoirüuiuni
utile fey. Der Derf. theilt keinen Meierbrief mit, wahrschein-
lich deshalb, weil die Ertheilung von Meierbriefen bisher im
Fürstenlhum Lüneburg nicht sehr gebräuchlich gewesen ist, (s, den
oben angef. Entwurf einer Meierordn, für das. Fürstenth. Lüne-
burg Cap. V. §. i. bei Hage mann Bh. .6. S. 4Z5-), und
der §. 2. führt, überhaupt Mit Unrecht die Ueberschrift: Bon
dem.Meiercontracte, indem darin nicht sowohl von letzterem',
als vielmehr von der Natur des den» Meier zusiehcnden Recht-
gesprochen wird.. Nach Allem nun, was der Verf. selbst über
dieses Recht vertragt, halten wir dafür, baß da» Recht der
Meier im Fürstenthum Lüneburg keineSwcgeS ein äomluiuru
ptils, sondern vielmehr ein wahres erbliches Colonatrecht fey.
Damit stimmt vollkommen überein der erste §. des oben erwähn»
tcn Entwurfes: „Der Meier im Fürstenthum Lüneburg besitzt
das innchabcnde Mciergut auf Erbpacht. Ihm selbst oder
seinen Vorfahren im Mciergute ist solches von der GutShcrr-
schast unter Vorbehalt deö völligen EigenthumS und unter der
Bedingung cingcthan worden, dag er solches erblich besitze
und benutze, jährlich zur festgesetzten Zeit die behandelten oder
gutsherrlichen Abgaben oder Dienste sowohl alö die sonst darauf

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