Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

Schliz u. Stump, üb. d. Wärt. Amtskorporat. 533
bar sind doch auch Anträge derselben, die Macht der Krone zu
vermehren, welche, besonders in Staaten zweiten und dritten
Ranges, wo die Kraft der öffentlichen Meinung der Natur der
Sache nach weniger wirksam ist, einer folchen Fürsorge der
Repräsentanten nicht bedarf, und wo sich diese wenigstens ge-
dulden .mögen, bis die Regierung, die gewiß nicht zurückbleibtn
wird, sobald sie das Bedürfnis größerer Macht fühlt, derglei»
chen verlangt.
2) Ä'ürde mit dieser. Anstalt ein Verein zerstört, der,
wie keine andere Einrichtung, das Tragen außerordentlicher,
die Gesammthcit nicht angehender, Lasten erleichtert. Insbe-
sondere wird, neben der nur hier möglichen Berücksichtigung
der Kräfte der einzelnen Gemeinden, ihrer momentanen Verle-
genheiten, der Schwierigkeit der Lokalität, nie die Stetigkeit
und die Umsicht ist der Ausgleichung und Vcrthcilung jener
Lasten zu finden scpn, wie sic in einem solchen dauernden Ver-
eine stattfindet, wo nicht'nur die gemeinsame Berathung und
wechselsweise. Unterstützung, sondern auch (worauf unser Verf.
nicht aufmerksam gemacht hat) namentlich die Leitung eines
thatigen und einsichtsvollen, der ganzen Lage seines Bezirks
kundigen'Beamten, unendlich fördernd ist. Cs kann dieser,
wenn er bei einer Gemeinde gewiße ,Lasten Voraussicht, ihre
Kräfte'sparen, dagegen einer andern Gemeinde, die spater frei
sepn wird, jetzt Lasten zuthe.ilen, und so schon zum Voraus
im Tragen derselben ein gleiches Verhaltniß erhalten. Denn
wie oft wird den durch Ueberbeschwerung Niedergedrückten der
späte Ersatz nichts nützen! wie oft die spatere Ausgleichung
den Wohlstand der Gemeinde, die im Tragen der Lasten all-
zusehr im Rückstände ist, noch mehr zerrütten, als die theil«
weise frühere Natural-Leistung selbst gethan Hütte! Endlich
würde aber auch

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