Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

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Kirchenrecht.
Strafe des Ehebruchs, sagt der Vers. S. 553, sei sonst Tortur
und Enthauptung gewesen. Tortur aber war nie eine Strafe,
sondern nur ein Mittel der Inquisition, weßhalb auH ihr Na-
me: peinliche Frage. (S. Quistorp, Grundff. d. p. R. §. 585.
583 ff.) Auch steht in Lonstit. u). P. IV. kein Wort über
diese Art der Strafe deö Ehebruchs, so wie kein andres Gesetz,
(z. V. C. C. C. art. 45. sgq. 58. 120.) diese Ansicht ausspricht.
Vers, sollte nun aber erwähnen, daß heut zu Tage die Strafe
des Ehebruchs in Sachsen theils 4, theils 2 Jahr Zuchthaus
sei. (Ferncrw. Jnstr. v. 1783 §. 7. Pfolenhauer S. 68.) Bei
S. 55y. sollte Desertion und Quasideserlion bestimmter unter-
schieden werden. S. Biene« syst. proc. judic. tom. II. Lips.
1821. §. 317. sq.) Des Collusionseides erwähnt hier Vers, gar
nicht. Es wird ferner zu S. 561. f. §, ,79. das Gesetz über
die gestattete anderweite Verehelichung des bei dem kathol. Con-
sistorium nicht gänzlich geschiedenen evangel. Ehegatten, Mand.
v. tg. Febr. 1827. §. 61, nachzutragcn sepn. Ebenso Hebt dies
Mandat §. 65. alle Parochialzwangsrechte der evangel. Kirche
auf, was zu S. 366. §. 182. und S. Z74. nachzutragcn ist.
Ueber die Erziehung der Kinder aus gemischten Ehen ist die
Verordnung des angezogenen Mandats vom >y. Febr. d. I.
§. 52. ff. zu S.569. d. beizufügen, daß hierbei Gewissensfrei-
heit der Aeltern oder Erzieher herrschen solle. Das, was
S. Z7o. §. 182. über die Wirkungen des Uebertritts der Ael»'
lern zur andern Confeffjon hinsichtlich der Kinder gesagt ist,
wird durch das Mand. v. 20. Febr. 1827. §. u. vervollstän-
digt; so wie die Bedingungen des Uebertritts zu S. 572: c.”
aus dems. Mandate speciell beizufügen sind. Die zu S. 531. g.'
paffende Stelle kann nur c. 3. X. de parochiis et alienis pä-
rochianis (III. 29.) und c. 3. X. de foro competente (II. 2.)
sepn. Auch ist 0. 535. b. die Stelle vom Asplrechte falsch an.
gegeben. Die hieher gehörigen Stellen sind: 0. 5. 6. X. de-

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