Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

48o Kiechenrecht.
mit Berücksichtigung andrer Lander außer Sachsen, was sehr
zu loben ist, nächst dem Rcchtsgelehrten vorzüglich seinen geist-
lichen Amtsbrüdern zu übergeben. Gründlichkeit, Vollständig-
keit, Deutlichkeit und Kürze zu vereinigen war hierbei sein in- *
dividucllesi Kestrcbcn (f. Dorr. S. IX.), und er spricht sich
hierüber auf eine sonderbare Art (S. X.) so aus: „Des Derfs
Hauptabsicht war, wie bei allen seinen Arbeiten, deutlich, ver-
ständlich und so höchst nützlich (?) zu werden. Sollte man
diese Eigenschaften hier vermissen , so möchte er wünschen, dieß
Buch lieber nicht geschrieben zu haben." Leider würde dieser
fromme Wunsch dann nur zu spät kommen, wenn die Kunst-
richter (so nennt Derf. die Kritiker) wirklich Jenes an dem
Buche vermissen sollten..
Wir sind nun weit entfernt , dem Vers, die Freude an
seinem Buche verkümmern zu wollen; allein wir glauben ihn
und sein. Unternehmen dadurch zu ehren, daß wir genauer
darauf eingehen, als bisher (Allgem. Litteraturz. nro. 147.
Juni 1826. ü. Theo!. Lit. Bl. zur Allg. Kirchenz. Sept. 1826.
uro. 74.) geschehen ist, indem wir bei aller Anerkennung der
Vorzüge seiner Schrift, welche in casuistischer Specialität,
fleißiger Berücksichtigung der kirchlichen Gesetzgebung
Sach cne, Reichhaltigkeit des sehr zusammcngedrangten
Stoffes und vernünftiger praktischer Lebensansicht be-
stehen, die Mangel derselben darlegcn, damit der Vers, bei
einer neuen Auflage ihre Brauchbarkeit erhöhen und so seinen
eignen, lebhaften Wunsch -immer vollkommener erfüllt sehen
möge.
Die Eigenschaft verhaltnißmaßiger Gründlichkeit und)
V 0 l l sta n d i g k eit. wollen wir-vorliegender Schrift nicht ganz,
absprechen. Indessen ist. Uef. doch auf eine Menge ungründ-
licher und nachlässiger!, ja falscher Angaben gestoßen, die in
einem zum praktischen Gebrauch bestimmten Werke nicht vor-

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