Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

iieimbach, Nippel, Falckenstein Äb. Cigenthumökl. J\n
er freilich den Nachthell, daß er, zurückgewiesen mit seiner re!
vindicatio, erst.noch von Neuem die Publiciana !n rem actio
anstellen, und dann, wie billig, die Kosten des von ihm ver-
schuldeten fruchtlosen Verfahrens tragen müßte.. Damit nun
dieser Nachtbeil ihm wo möglich erspart werde, so schlagt Or.
H. vor, die angestellte Klage in Zweifel zu nehmen, als ob
die rei vindicatio und die Publiciana in rem actio verbunden
worden waren. Auf den ersten Anblick scheint dieses gegen den
Grundsatz zu sein, daß man im Zweifel immer den Sinn an-
nehmen müsse, der demjenigen, welcher die Undeutlichkeit ver-
schuldet hat (qui clarius loqui debuisset), am ungünstigsten
ist. Allein wenn man berücksichtigt, daß es leicht auch für
den verklagten angenehm fern kann, wenn die Unsicherheit
seines Besitzes durch eine Entscheidung gehoben wird, bei wel-
cher es sein Verbleiben haben muß; so dürste jene Bedenklich-
keit wegfallen»
Die Lehre von dem Beweis des Eigenthums muß auch
gelten, wenn es bei andern Klagen, z. B. bei der confessoria
und hypothecaria actio imb bei' der condictio furtiva auf
Nachweisung des Eigenthums ankommt: wie dieses,Dr. H. mit
Recht annimmt. Nur dürfen auch in diesen Beziehungen die
Rechte des' redlichen Besitzers nicht übersehen werden. Wer
von einem redlichen Besitzer eine Sache verpfändet erhalten
hat, wird z. B. gegen alle diejenigen geschützt, gegen welche
auch der Verpfänder durch die Publiciana in rem actio sich
hatte schützen können. Auch die condictio furtiva findet ohne
allen Zweifel zum Besten des redlichen Erwerbers Statt (arg.
I. 20. D. rer. araot. 25. 2.).
Die negatoria actio ist im Grunde eine reine Eigen-
thumsklage: nur in einer bestimmten Richtung. Daher fol-
gende Grundsätze: 1. Wenn derjenige, der die negatoria actio
anstellt, sein vollständiges Eigenlhum beweist; so kann der

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