Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

Entw. eines Strafgesetzb- für Hannover u. s. w. 4-»
oder doch gleich mögliche Wirkung der Handlung anzufchcn scy.
Mit Recht rügt/die krit. Bel. (S. 137), daß diese wesentlichen
Voraussetzungen in den Artikel Hütten ausgenommen werden
müssen. Wenn diese Bel. aber (S. i4i) mißbilligt, daß ln
allen Fallen solcher Art der schwerere Erfolg dem Verbrecher
angerechnet werden soll: so würde pch hiergegen doch noch Man-
cheS einwenden lassen. Es ließe sich etwas dafür sagen , daß
bei der ideellen Verbrechenconcurrenz auch der Zufall dem
Verbrecher zur Lass fallen und als culpa imputirt werden
müßte. UebrigenS findet sich hier ein Beleg zu des Ree. An-
sicht von der Beispiclskritik. Die krit. Bel. sieht sich selbst
<§?. 138un& 141 nach einem Beispiel um von einer ideellen Con-
currenz der Art. 54 vorausgesetzten Art. Nur übersieht sie, dag
Bauer (S. 442) das Beispiel in dem Falle einer Körperver»
letzung, die den Tod zur Folge hatte,, nachgewiesen hat. —
In Dem aber, was sie zum Art. 55 (S. 142— 145) bemerkt,
kann Nee. ihr nicht beistimmen. Der Verf. führt das Beispiel
an , daß Jemand seinen Vater tödtet,, ohne zu wissen, daß cs
fein Vater war, was er hatte erfahren können, wenn er in den
Kirchenbüchern hatte nachschlagen lassen, wozu er keine Veran»
lassung gehabt. Er meint, daß dieser Erfolg des Verbrechens
ausser dem Bereich von des Verbrechers Thatigkcit gelegen.
Daraus würde also die völlige Straflosigkeit hinsichtlich des vor-
liegenden ausgezeichneten Mordes (Art.250) folge». Ree.
ist von den Gründen dieser Ansicht nicht überzeugt worden,
wenn ein einfacher Mord (Art. 229) vollständig vorliegt, wie-
wohl es für den Richter unmöglich sepn wird, auf eine Strafe
zu erkennen, die zwischen der einfachen und geschürften Todes-
strafe mitten inneliegt, wegen Art. 9, wenn nicht mehrere Ver-
brecher zugleich hingerichtet werden sollen und der Vatermörder
zuletzt hingerichtet werden kann. Die krit. Bel. will (S. i45.)
in dem Art. 55 noch die Worte hinzufügen: aus „nach dem

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