Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

Entiv. eines Strafgesetz!». für Hannover u. s. w. 397
angewandte Wort fehlsam und Fehlsamkeit gar zu oft Wieder-
kehr!), und eine andere unbestimmte Theorie zu snbstituircn.
Ree. erklärt sich aus dem Grunde der Gemeingefährlichkeit Des-
jenigen, der in der Absicht ein Verbrechen zu begehen, diese
Absicht an den Tag legte (in die Auffenwelt trete» ließ), da-
durch, daß er seinerseits Alles that, das Verbrechen zu vollen-
den, aber nur das (absolut oder relativ) untaugliche Mittel
wählte, für die Bestrafung desselben, und stimmt daher im Re-
sultat mit Bauer (S. 4o8—4i4) zusammen. Der Vorsatz
zu tödten, was Jener dadurch zu erreichen suchte, daß er den
Andern todt beten zu können meinte, dürfte zu bestrafen sexn.
WaS die krit. Bel. gegen die strafrechtliche Theorie des Ent,
wurfs sagt, ist ganz gut; aber man gelangt ohne diese Theo,
rie auf dasselbe Resultat der Strafbarkeit. Daß es einem sol-
chen Versuche an einem Gegenstände fehlte, ist unrichtig.
Der Gegenstand der Rechtsverletzung ist der Staat aus dem
Gesichtspunkte der Gemeingefahrlichkeit, die aus der an den
Tag gelegten Absicht hervorgeht. Rec. würde noch zu den
Worten des Art. 47: „Daß der Thätcr untaugliche Mittel"
hinzusetzen: „die er für tauglich hielt," oder „in der Meinung,
ein taugliches zu wählen."
Drittes Kapitel. Dom rechtswidrigen Vorsatze
und von der Fahrlaßigkeit. Einleitung Art. 48. Vorsatz
Art. 49 —55. Fahrlaßigkeit Art. 56 — 62. Vergl. Nro. 2. S.
653 — 662. Nro. 5 S. 414—461. Nro. 6 S. iZ. il\. Nro. 7
Si »29—159. — Der Vorschlag des ständischen Deputirten
(Nro. 6), Art. 48 für Fahrlaßigkeit (culpa) Verschuldung
zu gebrauchen, würde eine Verwirrung mit reatur veranlassen,
und übrigens ist der Ausdruck Fahrläßigkcit einmal üblich und
ganz entsprechend. Dagegen bemerkt die krit. Bel. (S. 129)
sehr richtig, daß der ganze Art. 48 als in ein Compendium ge-
hörig wegbleiben kann. Wie sehr übrigens besonders hier und
Krit. Zeitfchr. HI. z. z

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