Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

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Entw. eines Strafgesetzb. für Hannover u. s. n>.
Schluffe von Nro. 2 stehen: Vgl. jedoch Art. 194. Nro. r.
-Uebrigens findet sich hier ein Beleg zu der Unanwendbarkeit der
Theorie vom psychologischen Zwange, wie die krit.Bel. (S. 108.
109) richtig erinnert, (vgl. mit Nro. 5 S. 384s 085), unt>
Bauer (S. 581) fühlt selbst den Widerspruch. Auch ist cS
eine übertriebne Consequenz (Nro. 5 S. Z85 und 477 Not. c),
den Anstifter eines Verbrechens, wenn er vor dessen Vollzie-
hung freiwillig und ausdrücklich zwar den Auftrag oder Rath
zurücknahm, aber doch in dem Thater den Entschluß erregt
hatte, straflos zu erklären. Dies würde abermals im Wider»
spruch mit jener Theorie den schlauen Anstifter ermuntern, mit
Worten und äußerlich scheinbar eine bestimmt und umständlich
gegebene Rachscrtheilung, wodurch er vorsätzlich eine Leiden»
schüft rc. erregt hatte, zurückzunehmcn, überzeugt, daß diese
schon hinreichend Wurzel gefaßt. Es gilt hier, was Bauer
(S. 489) vom Complott sagt.— Von dem Art. 40 ist dasselbe
zu sagen, was von allen solchen Bestimmungen einer polizeili-
chen Einschreitung: sie gehören in das mit dem Strafgesetzbuch
für Verbrechen und Vergehen erscheinende Pvlizeistrafgcsetzbuch.
— Die Art. 41. 42, welche die Strafen des Versuchs bestim,
men, werden von der krit.Bel. (S. 115) für Zierden des Ent.
wurfS und Bereicherung der Wissenschaft erklärt. Dennoch
dürften sie wohl nicht -ganz zu billigen seyn. Einmal fehlt eine
Definition des beendigten und nicht beendigten Versuchs, welche
man, weil die Strafbestimmung sich danach richtet, und in
Art. 71.72 und 77 auf diese Distinction Bezug genommen wird,
unstreitig um so weniger erlassen tkann. Sodann scheint der
Ausdruck „beendigter und unbeendigter Versuch" in dem Sinne,
wie er hier genommen wird, unpassend und unlogisch. Die
Beziehung auf das Verbrechen ist darin nicht zu finden. Ein
Versuch als solcher muß, wenn man an den Begriff desselben
im Art. 53 denkt, immer beengt seyn. Da hier Grade des

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