Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

26 Strafrecht.
©. 366 f» Der Verf. will aus dem Standpunkte der Wissen-
schaft und Theorie thcils auf die Mängel, theils auf das Gute
des bestehenden Preuß. Strafrechts, theils auf die Punkte über-
haupt, welche bei einer Revision desselben zu beachten sind, auf,
merksam machen, und so zuerst den allgemeinen Theil des Crim.
Rechts, dann die einzelnen Verbrechen, und endlich die Prozeß-
gesetzgebung behandeln.
Diese Beitrage enthalten sehr gedachte, und nicht blos für
das Preuß.-Recht interessante, sondern für Jeden, der sich mit
dem legislativen Fache beschäftigt, beachtenSwerthe Bemerkun-
gen. Von denselben ist hier Folgendes anzuführen:
a. Ueber die Strafgesetzgebung und ihrVerhält-
niß zur Philosophie. B. H. S. 368—83. Manche sehr
richtige Bemerkungen, welche für unsre Zeit besonders wichtig
und beherzigcnSwerth sind. Namentlich ist das, was der Verf.
<S. 38r—y3) über die Frage, welchen Gebrauch die Gcsetzge»
düng von der Crim. Politik zu machen habe, bemerkt, sehr
richtig, so wie Nef. dem Verf. auch vollkommen beistimmt, wenn
derselbe (S. 368—72.) ausfühct, daß, war in unsrer Zeit nur
gar zu häufig nicht gehörig beachtet wird, die Strafgesetzgebung,
wie jede Gesetzgebung, möglichst an das Bestehende sich an»
schließen, und dasselbe nicht von Grund auS vernichten, nicht
auf neue Theoriecn durchaus Neues bauen und die Ein - und
Ansichten aller früheren Jahrhunderte nach solchen Theoriecn
'beseitigen, sondern daß sie das, durch den Einfluß der Zeit und
'Geschichte gebildete. Recht von Zeit.zu Zeit revidiren und eS
.üllmahlig bessern sollte (eine Revision aber, durch welche das
von Zeit zu Zeit vorzunehmende Zusammenfassen des Ganzen,
^nun Geltenden in Einem Codex nicht ausgeschlossen würde). Auch
über die Frage, wie das Verhältnis der Philosophie zur Gesetz-
gebung aufzufaffen sei, (S. 37s—8t.), werden manche sehr be-
achtenSwerthe Winke gegeben. Doch stimmt Res. mit dieser

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