Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

.isS Römisches Recht-
kannten, — wenigstens von den Herausgebern deS Corp. jar.
ubersehnen, Schriften früherer Gelehrten Lesarten von Hand-
schriften oder Conjecturen beigebracht, und stets mit dem, wag
die Kdnigsberger Hdss. der Pandekten und desVacärius cmhal»
tcn, verglichen, und besonders mit Beachtung der Römischen
Formelnsprache, in welcher der Verf. so ganz lebt, und der
gesammten übrigen Alterthumskunde, geprüft werden; auch aus
den ähnlichen Hülfen Manches zur Erklärung bci'gcfügt wird.
Ich zeichne Einzelnes aus. Stellen des Titels I- 13. d. officio
praesidis werden durch die in der großen Äase gesundne In-
schrift erläutert (S. Z02 ffH. — Die nähere Prüfung der Worte vcn
I V, 7. d. alienat. jud. mut. causa I. f. (S. 512 ff.) führt zu dct
Behauptung, daß hier eher etwas durch Interpretation an die
lex Licinia Angeknüpftcs, als ihr Inhalt selbst angegeben sei,
wie Diejenigen, welche von jenem Gesetze genauer handeln, zu
behaupten pflegen. — Aus dem verdächtigen praetoris in D.
XLVlI, 10. d. injuriis l. 7 §. f.j anstatt dessen man, mittelst
Reduction auf Abkürzungen, populi Romani hat machen wol-
len, will dcr'Vcrf. auf ähnlichem Wege plurium heraukbrin»
gen, welches auch eine Hds. liest (S. ZLo.): aber ob es diese
Vcrwcchelung erklärende Abkürzungen gab, fragt sich sehr.
Für die Novellen»Kritik ist bekanntlich die von Diener
sogenannte Sammlung der 87 Capitel von Wichtigkeit. Diese,
zwar in ziemlich vielen Handschriften vorhanden, aber in, ih-
rer ursprünglichen Gestalt erst zu kleinstem Theile gedruckt (vgl.
Wiener Geschichte der Novellen S. 167 ff. 584 ff.), hat Proft
Tafel in ,einer vormals Schard gehörigen Handschrift der
Tübinger Universitäts-Bibliothek bemerkt, und in einem Pro-
gramm
9) De collectionibus quibusdam juris Graecorum
canonici Tubingensibus, Tub. 1827.

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