Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

341 Römisches Recht.
ist besonders der der Rückkehr zum gewöhnlichem Snd leichtern
Latein, wodurch für die Lesbarkeit des Textes gut gesorgt ist;
ob auch für die Aechtheit, ist eine andere Frage. Doch soll da»
mit nicht gesagt sein, daß nicht ein Theil der Acnderungen in
wahren Verbesserungen bestehe, die auch bei der Prüfung vieler
Handschriften sich «Edle richtigen bewahren: Biener's Aus-
gabe ist eine zu gute Hülfe, als daß nicht durch deren hau,
fizc Benutzung Dieses hatte erreicht werden sollen. —■ Die
Rechtschreibung, Interpunctio», Auszeichnung durch berschicd-
ne Lettern ' u. dergl. hat der Herausgeber laut der Vorrede
besondrer Aufmerksamkeit" wcrth erachtet; und zwar in dem
Sinne, baß in beiden Beziehungen das jetzt. Gewöhnliche durch-
geführt ist. Schwerlich ist dadurch etwas Wesentliches gewon-
nen, da man in erster Beziehung besser zu Aeltercm zurückkeh-
ren mögte; in Der zweiten die große Flachheit und Unbestimmt-
heit des jetzt Gebräuchlichen, selbst mittelst Beachtung Dessen,
was in den bessern Drucken des i6ten Jahrhunderts, und aus
ihnen noch zum Theil in den jetzigen Ausgaben einzeln vor-
.kommt, vielmehr mit etwas Bcfferm und Bestimmterm ver,
tauscht werden sollte: doch die gewöhnliche leichte Lesbarkeit ge-
winnt freilich durch Anwendung der vom Herausgeber ausge-
stellten, und, so viel ich verglichen, fleißig und sorgfältig durch-
geführten Grundsätze. Correctheit im niedern Sinne des Worts,
d. i. Vermeidung eigentlicher Schreib- und Druck-Fehler, scheint
im Texte, so viel ich gelesen, wohl erreicht zu sein; in den No-
ten schon weniger, z. B. I, 2. ä. juro naturali §. 6. not. a,
wo vulg. beizufügen war, indem die Gothofredischen Ausgaben
hier, wie gewöhnlich, mit Hafoander stimmen.
Die kritischen Bemerkungen enthalten Nachweisungen der
Ausgaben, auf deren Auctvritat vom Cujacischen Texte abgewi-
chcn ist, und einige andere für wichtig erachtete, doch nicht in
den Text aufgenommene, Lesarten derselben. Die übrigen sind

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