Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

Cajus, v. Assen.

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halben Beweise von gutem Verstandniße des erklärtes Schrift-
stellers, und lobenswerther Vertrautheit mit der Sprache, dem
juristischen Alterrhume und dessen Bearbeitern, namentlich Hol-
ländischen und Deutschen, so daß aus ihnen ein günstiger Schluß
gezogen werden muß auf die Vorlesungen, aus denen sie ent-
standen sind, die nicht anders als sehr nützlich zu Belebung und
Stärkung dieses Studien. Zweiges in der Umgebung deö Vers,
würken können. Fragen wir aber weiter, ob auch die Wissen-
schaft selbst durch diese Schrift gefördert sei, so muß das. Re-
sultat weniger günstig ausfallm. Allerdings sind aus dem
Schatze von Kenntnissen, der dem Derf. zu Gebote steht, hier
und da eigenthümliche^Bemerkungen und Combinationen her-
geleitet: aber etwas tief Gehendes, irgendwo ein bedeutendes
Licht Anzündendes ist mir, so weit ich verglichen, nirgend ent-
gegengetreten. Und doch wäre dergleichen bei Cajus, der uns
erst seit so wenigen Zähren wiedergegeben ist, noch vielfach
möglich; und, es zu leisten, jetzt, nachdem man mit dem
Leichtern und Allgemeinern bei diesem Schriftsteller einigermaßen
fertig ist, wohl an der Zeit. Möge der Verf., der in dieser
Beziehung Tüchtiges zu vermögen scheint, bei der Fortsetzung
seines Werkes sich ein solches Ziel vorsetzen, das Einzelne, was
sich ihm darbietet, tiefer zu begründen suchen., und jeden Satz
seines Schriftstellers genau prüfend, viel mehr Erhebliches be-
rühren, als er bisher-that! So gebührt cs sich ja für eine
Schrift,Ale der ganzen gelehrten Welt benimmt ist! .
Zu Bestätigung des.Obigen noch einige Beispiele, wie sie
sich bei näherer Prüsung eines Abschnitts darbolen. Zu § 144,
erhalten wir die feine, wohl tieferer Begründung werthe Sprach-
bemerkung- daß permissum est Hauptfach ich in Beziehung auf
Bestimmungen- die aus Gesetzen herrühren, gesagt werde. —
Zu §. i^Lg. wird an permanet die Frage geknüpft, ob die
Pupillen-Tutel und dir über Weiber als dieselbe angesehen sei.

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