Full text: Volume (Bd. 3 (1827))

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Römisches Rech».
anderer EdictSformeln (vgl. zü §.440; wobei auch darauf
Rücksicht genommen wird, wie vor fcer lex Cornelia die Prä-
toten nach Befinden der Umstände auch im einzelnen Falle noch
varnren konnten (vgl. zu §. 53.). Zu §. 46. über bas inter-
dictum de vi armata. Mit ^Rccht wird darauf aufmerksam
gemacht, daß auch dieses verschärfte Jntcrdict nach Ciccro's
ausdrücklichen Worten seinen Ursprung den Bürgerkriegen ver-
dankt. Was darüber bemerkt wird, daß beide Beschränkungen
cum possideret und qüod nec vi. . . possideret hier wegge-
lassen seien, und daher Cicero in der Rede pro Caecina mit
der Behauptung, daß bloßer Besitz unnorhig sei, nicht bloS den
Advocaten gemacht, ist doch wöl aus der höchst lückenhaften
Stelle zu rasch geschlossen. Zu §. 5Z. wird hervorgehoben, daß
diese Stelle zeigt, wie schon zu Gcere'ö Zeiten bei einigen Güs-
sen von Jnterdicten sponsione oder per arbitrum geklagt wer-
ben konnte. — Zu §. 55. beachtenswerthe Bemerkungen über
delicta universitatis, aus Gelegenheit des hier Vorkommenden
dolus familiae.
Aus allen diesen Proben wird hinlänglich erhellen, welch
ein Reichkhum interessanter rechtsgeschichtlicher Bemerkungen und
Untersuchungen hier niedergelegt ist; ein so großer, daß cs aüf-
fallen kann, wenn irgend ein juristischer Gegenstand, der aus
dieser Schrift Ciccro's Erläuterung erhalten kann, hier über-
gangen ist, wie der in dieser Zeitschrift Bd. 1. H. 2. S. iZ6.
zur Sprache gebrachte, daß cs scheint, als sei die actio legis
Aquiliae ursprünglich stets auf das Doppelte gegangen. —
Tiefer in die Prüfung der einzelnen Untersuchungen einzuge-
hen, würde für diese Uebersicht nicht passen ; wird aber hoffent-
lich — denn sie verdienen es sehr — von einem andern Mit-
arbeiter unsrer Zeitschrift in einer eignen Necension geschehen.
Garatoni's und.Orelli's von den Philologen mit gutem
Grunde hochgeschätzte Bemühungen um Cicero sind keineswegeS

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